Vom 27. bis 31. Mai 2026 tauschten sieben motivierte Mountainbiker den Alltag gegen Staub, Schweiß und jede Menge Gardasee-Panorama. Unter der fachkundigen Leitung unseres Guides Georg erkundeten wir die schönsten Trails rund um Arco, Riva und Torbole.
Bereits am ersten Tag wurde klar: Am Gardasee gibt es zwar viele Wege nach unten, aber erstaunlich wenige ohne vorherigen Anstieg nach oben. Glücklicherweise half uns gelegentlich ein Bike-Shuttle dabei, die schönsten Höhenlagen zu erreichen und die wertvollen Kräfte für die wirklich wichtigen Dinge zu sparen – nämlich für möglichst viele Trail-Tiefenmeter.
Georg führte uns sicher über abwechslungsreiche Strecken mit allem, was das Mountainbiker-Herz begehrt: Schotter, Fels, Wurzeln, Spitzkehren, kleine Geländestufen und jene Passagen, bei denen man kurz innehält und sich fragt, ob die Linie fahrbar oder doch eher philosophischer Natur ist. Dabei erhielten wir wertvolle Tipps und Tricks, um auch S3-Stellen souverän zu meistern – oder zumindest deutlich kontrollierter auszusehen.
Neben den fahrtechnischen Einheiten standen natürlich auch die theoretischen Nachbesprechungen auf dem Programm. Diese fanden traditionell im Café Trentino statt, wo die Ereignisse des Tages ausführlich analysiert wurden. Da sich jedoch viele Fragen erst bei genauerer Betrachtung ergeben, folgte häufig noch eine vertiefende Nach-Nachbesprechung im Café Central. Wissenschaftlich betrachtet ein unverzichtbarer Bestandteil des Lernprozesses.
Während der fünf Tage vermittelte Georg nicht nur Fahrtechnik und Streckenkenntnisse, sondern auch zahlreiche Geheimtipps für Einkehrmöglichkeiten, kulinarische Highlights und die lokale Unterhaltungskultur. Manche Teilnehmer behaupten sogar, sie hätten mindestens ebenso viel über italienische Cafés gelernt wie über Spitzkehren.
Die Touren boten alles, was die Naturfreunde-Akademie versprochen hatte: spektakuläre Aussichten, unterschiedlichste Untergründe, lange und teilweise fordernde Anstiege sowie traumhafte Abfahrten. Die Schwierigkeiten bewegten sich überwiegend im Bereich S1 bis S2, gespickt mit immer wieder auftauchenden S3-Stellen, die Konzentration, Fahrtechnik und gelegentlich auch etwas Mut verlangten.
Das Fazit der sieben Teilnehmer fällt einstimmig aus: hervorragende Trails, perfekte Organisation, ein großartiger Guide, viele neue Erfahrungen und unzählige Tiefenmeter. Muskelkater vergeht, Erinnerungen bleiben – und die Diskussion darüber, wer die eleganteste Linie gefahren ist, vermutlich auch noch ein bisschen länger.